Die Europäische Kommission erhebt Daten zu den Haushalten in der Europäischen Union (EU). Aus diesen Daten gehen nicht nur die die Wohnverhältnisse, sondern auch die Wohnbesitzverhältnisse hervor, sprich: Wohnen die Haushalte zur Miete oder in selbst genutztem Wohneigentum?
Bekanntermaßen gelten die Deutschen als Volk der Mieter. Daran lassen auch die jüngsten Zahlen keinen Zweifel. Deutschland ist in puncto Wohneigentumsquote weiterhin Schlusslicht in der EU; innerhalb Europas hat nur die Schweiz eine noch geringere Wohneigentumsquote.
Interessant ist aber nicht nur der Ländervergleich, sondern ebenso die Entwicklung im Zeitablauf. Denn die Nullzinsphase hat an der Eigentumsquote nicht nur nichts geändert. Sie ist sogar weiter gefallen. Im Vergleich zu 2010 ist die Eigentumsquote um sechs Prozentpunkte gesunken. Die Deutschen haben die niedrigen Zinsen also nicht genutzt, um zu Wohnungseigentümern zur werden.
Dieser Rückgang dürfte daran gelegen haben, dass die deutsche Bevölkerung in diesem Zeitraum um 1,6 Millionen Menschen gewachsen ist. Dieser Bevölkerungszuwachs resultierte ausschließlich aus Zuwanderung, während die autochthone deutsche Bevölkerung geschrumpft ist. Weil die Zugewanderten typischerweise zur Miete wohnen, sollte allein dieser Effekt für einen Rückgang der Wohn-
eigentumsquote gesorgt haben, während der Wechsel von Mietern zu Eigentümern unter Autochthonen offenkundig zu gering ausgeprägt war, um die Wohneigentumsquote zu halten oder gar zu steigern.
Die geringe Wohneigentumsquote zieht eine Reihe von Problemen nach sich. Eins der gravierendsten Probleme ist das damit einhergehende geringere Vermögen. Hypothekenkredite disziplinieren und führen zu einer verstärkten Kapitalbildung. Untersuchungen zeigen deshalb regelmäßig, dass höhere Wohneigentumsquoten mit einer stärkeren Vermögensbildung einhergehen. Diese Vermögensbildung wäre nicht nur wünschenswert zur Wohlstandssteigerung, sondern auch vor dem Hintergrund des demographischen Umbruchs: Weil die gesetzliche Rentenversicherung den Erhalt des Lebensstandards nicht garantieren können wird, wird private Vorsorge, etwa in Form eines Eigenheims, umso wichtiger werden.
Für Immobilieninvestoren wirken die Zahlen hingegen erleichternd. Denn neben der geringen Vergabe von Baugenehmigungen, der wachsenden Bevölkerung und den niedrigen Leerständen trägt die hohe Anzahl an Mietern zur Flächennachfrage bei. Die Mietdynamik auf den deutschen Wohnungsmärkten speist sich damit auch aus der geringen Wohneigentumsquote.
Firmenportrait aik
Die aik Immobilien-Investmentgesellschaft mbH ist eine international operierende Gesellschaft. Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 hat sich die aik erfolgreich als das Immobilien-Investmenthaus für berufsständische Versorgungswerke und Pensionskassen etabliert. Mit hohen Wachstumsraten seit Gründung entwickelte sich der eigenkapitalstarke Immobilien-Asset-Manager zur festen Größe auf den Immobilienmärkten.
Der verwaltete Immobilienbestand der aik umfasst aktuell 222 Büro- und Geschäftshäuser in Innenstadtlagen europäischer Metropolen in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Österreich, Italien und Deutschland sowie Wohnimmobilien in Österreich und Deutschland mit einem Volumen von 4,6 Milliarden Euro.
Düsseldorf, 23.06.2026
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