Ein neuer Immobilienboom? – Kontinuierliche Preisanstiege und neue Höchststände in Sichtweite

Ein neuer Immobilienboom? – Kontinuierliche Preisanstiege und neue Höchststände in Sichtweite

Auf den deutschen Wohnimmobilienmärkten sind die Preise in den vergangenen Quartalen wieder erheblich gestiegen. Dabei haben sie die Auswirkungen der Korrektur ab Anfang 2022 zu einem Großteil wieder wettgemacht.

Im dritten Quartal sind die Preise von Eigentumswohnungen auf Jahressicht um 2,8 %, die Preise von Eigenheimen um 2,3 % gestiegen. Die Preise von Mehrfamilienhäusern sind sogar um 5,2 % gestiegen. In allen Kategorien von Wohnimmobilien lagen die Preise bzw. Kapitalwerte laut der Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp), die auf tatsächlichen Transaktionen beruhen, im dritten Quartal wieder nahe an den bisherigen Höchstwerten.

Bemerkenswert daran ist zunächst einmal, dass der stabile Aufwärtstrend von zwei Seiten kommt. Denn es sind nicht nur Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser, deren Preise stabil zulegen, es sind ebenso Mehrfamilienhäuser. Es sind also sowohl Selbstnutzer als auch Investoren, deren Nachfrage die Preise steigen lässt.

Ein wichtiger Unterschied zu früheren Preisanstiegen besteht in deren Motivation: Der Boom der 2010er Jahre war durch die eine massive Unterbewertung von Wohnimmobilien infolge über zwei Jahrzehnte stagnierender Preise und kontinuierlich steigender Mieten begründet. Hinzu kamen die nebenwirkungsbehafteten Anleihekäufe des Eurosystems und der in der Folge extrem niedrigen Zinsen. Der nun erfolgende Preisauftrieb beruht hingegen auf einer Reihe „gesünderer“ Faktoren. Da wäre zunächst der erhebliche Mangel an Wohnraum, vor allem in den Großstädten und Metropolen, der die Mietpreisanstiege erklärt. Deutschlandweit lag die Leerstandsquote laut der aktuellsten Zahlen bei 2,5 %, in den A-Städten sogar nur bei 0,4 %. Die Situation hat sich seitdem sicherlich nicht gebessert und sie wird sich absehbar nicht bessern. Dafür sprechen der Einbruch bei den Wohnungsbaugenehmigungen und die anhaltende Krise der Entwickler. Die Folge des Mangels an Wohnraum ist ein deutlicher Anstieg der Neuvertragsmieten. Im dritten Quartal lag er bundesweit bei 3,7  %. Der starke Mietpreisanstieg erhöht Wohnungspreise, weil Wohnungen für Vermieter und Investoren attraktiver werden und Wohneigentum auch für Mieterhaushalte attraktiver wird. Hinzu kommen als erklärende Faktoren steigende Einkommen und ein stabiles Zinsniveau, das Eigentumserwerb und Investitionen besser kalkulierbar macht.

Es spricht einiges dafür, dass der neue Boom weiterhin anhält. Denn es ist nicht zu erwarten, dass einer der Gründe für den Preisanstieg kurzfristig entfällt. Im Gegenteil: Bei fast allen Gründen lässt sich mit relativer Sicherheit ein stabiler Trend prognostizieren.

 

 

Kapitalwerte und Mieten auf den Wohnungsmärkten

 

 

Firmenportrait aik

Die aik Immobilien-Investmentgesellschaft mbH ist eine international operierende Gesellschaft. Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 hat sich die aik erfolgreich als das Immobilien-Investmenthaus für berufsständische Versorgungswerke und Pensionskassen etabliert. Mit hohen Wachstumsraten seit Gründung entwickelte sich der eigenkapitalstarke Immobilien-Asset-Manager zur festen Größe auf dem Immobilienmarkt.

Der verwaltete Immobilienbestand der aik umfasst aktuell 220 Büro- und Geschäftshäuser in Innenstadtlagen europäischer Metropolen in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Österreich, Italien und Deutschland sowie Wohnimmobilien in Österreich und Deutschland mit einem Volumen von rund 4,6 Milliarden Euro.

 

 

 

Düsseldorf, 12. Dezember 2025

 

Pressekontakt

Dr. Nicolas Afflatet
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